In einer kleinen Feierstunde wurde die Bildungspartnerschaft zwischen der Bauindustrie Niedersachsen-Bremen und SCHULEWIRTSCHAFT Bremen am 15. Januar 2026 im Bremer Industriehaus unterzeichnet. Teilgenommen haben Jörn P. Makko, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen, und Cornelius Neumann-Redlin, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände im Lande Bremen sowie Julia Heimann, Ricarda Kneiser, Dr. Veit Sorge, Steffen Post, Anja Krüger und Ulrike Tisborn für das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Bremen.

Auch 2026 ist der Fachkräftemangel in der Baubranche eine strukturelle Herausforderung, nur 21% der Arbeitskräfte sind unter 42 Jahren. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln beobachtet in seinem „Bildungsmonitor 2025“ eine vielfältige und starke Berufsorientierung in Deutschland. Für einen wirksamen Übergang von Schule ins Berufsleben ist jedoch erforderlich, dass junge Menschen gezielt vorbereitet werden, zum Beispiel durch Praktika, Maßnahmen der Berufserkundung und spezifische Information und Beratung. Auswertungen zeigen, dass berufliche Orientierung von Schülerinnen und Schülern oft übers Internet und nicht durch persönliche Beratung erfolgt. Gerade in MINT-Fächern unterschätzen Mädchen häufig ihre Fähigkeiten, insgesamt fühlen sich viele Jugendliche zu wenig aufs Berufsleben vorbereitet.
Die Branchen-Bildungspartnerschaft zwischen SCHULEWIRTSCHAFT Bremen und dem Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremenhat das Ziel, Schülerinnen und Schülern einen praxisnahen Einblick in die Bauindustrie und deren Berufsbilder zu ermöglichen und ihre berufliche Orientierung und Bildung zu fördern.
Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses zählt zu den zentralen Herausforderungen der Bauwirtschaft. Jörn P. Makko, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen e.V. betont: „Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Schulen und weiteren Partnern ist unerlässlich. Durch verbesserte Berufsorientierung wollen wir die berufliche Bildung stärken und praxisnah weiterentwickeln und uns gemeinsam für attraktive Ausbildungswege und eine hohe Ausbildungsqualität stark machen. Wir freuen uns, wenn wieder mehr junge Menschen Lust auf die Zukunftsbranche Bau haben und ihre Umwelt gestalten wollen – in unseren rund 36 Ausbildungsberufen vom Anlagenmechaniker/in bis zum Zimmerer!“
Julia Heimann und Ricarda Kneiser, Geschäftsführerinnen SCHULEWIRTSCHAFT Bremen, ist wichtig, dass mit der Branchen-Bildungspartnerschaft ein langfristiges Angebot in Bremen geschaffen wird, das Schulen verlässliche Unternehmenspartner an die Seite stellt: „Wir freuen uns, künftig gemeinsam Angebote zur beruflichen Orientierung in Bremen anzustoßen. Die Bauwirtschaft bietet Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten und eine zukunftsweisende Perspektive.“
Ein Bestandteil der Branchen-Bildungspartnerschaft ist die Unterstützung von Lehrkräften bei der Integration von berufspraktischen Inhalten in den Unterricht. Ausbildungsbetriebe wollen frühzeitig für die Baubranche begeistern und führen in der Zusammenarbeit mit Schulen Bewerbungstrainings und Betriebserkundungen durch und bieten Praktikumsplätze an. Auch die Information von Lehrkräften und Eltern über Bauberufe hat hohen Stellenwert. Denn auf eine Ausbildung in der Bauwirtschaft lässt sich bauen – von Anfang an.
